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SPD Artur Buchta Preisverleihung

Preis für Brander Burschen Die SPD würdigt das Engagement der jungen Leute aus dem Marktredwitzer Ortsteil mit dem Artur-Buchta-Preis. Sie haben die Turnhalle in Eigenregie als Versammlungsort hergerichtet. Foto: Herbert Scharf



Die Marktredwitzer SPD hat den Artur-Buchta-Preis, nach dem verdienten Marktredwitzer Kommunalpolitiker, Bürgermeister und stellvertretenden Landrat Buchta benannt, in einer Feierstunde im Meister-Bär-Hotel erstmals vergeben. Die Auszeichnung ist mit 200 Euro dotiert. Sie soll nun jährlich ausgelobt werden. Nach der Begrüßung durch Stadtrat Karl Bröckl, der an Artur Buchta erinnerte, sagte SPD-Vorsitzender Sebastian Macht, die Marktredwitzer SPD betrete mit dem Preis Neuland. Ehrenamtlicher Einsatz sei die Seele der Stadt. Es sei ein Schatz, den es zu sichern gelte. Deshalb wolle die SPD bürgerliches Engagement auszeichnen und so einen kleinen Ansporn geben. Ehrenamtliche Leistungen könnten nicht hoch genug bewertet werden. Das gelte nicht nur zum europäischen Jahr des Ehrenamts. Ganz bewusst habe man den Preis nach Artur Buchta benannt, einem verdienten Politiker, der mehr als zwei Jahrzehnte lang die Geschicke der Stadt Marktredwitz maßgeblich mit bestimmt und sich durch Bürgernähe ausgezeichnet habe. Neun Vorschläge seien für die Auszeichnung eingegangen. Die Jury mit Bundestagsabgeordneter Petra Ernstberger, Kreisvorsitzendem Holger Grießhammer, Christina Eisa und Karl Bröckl habe es sich nicht leicht gemacht. "Pate" der Auszeichnung sei Günter Berek, der die Brander Burschenschaft vorgeschlagen habe. Die Burschen hatten die Brander Turnhalle, die jahrelang nicht mehr für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden konnte, in Hunderten von Arbeitsstunden und unter Einsatz von Geld wochenlang aufgeräumt, verputzt und gestrichen. Auch Reparaturarbeiten wurden erledigt. Berek fügte dem Vorschlag eine Liste mit den Unterschriften von 40 Brander Bürgern und Bürgerinnen bei. Neun Jahre lang hatten die Burschen vorher ihre traditionelle Kirwa in einem Zelt halten müssen. Nach sechs Wochen Arbeit und mehr als 500 freiwilligen Arbeitsstunden aber konnte die Halle wieder genutzt werden - rechtzeitig zur Brander Kirwa. "Damit habt ihr euch für das Gemeinwohl eingesetzt", lobte Macht die Burschen. Stück für Stück werde die Halle nun wieder mit neuem Leben erfüllt. Der TSV Brand trainiere, weiter finden ein Zumba-Training und ein Tanzkurs darin statt. "Wer Spuren hinterlassen will, der darf nicht sitzen bleiben. Ihr seid aufgestanden, habt angepackt und eine tolle gemeinschaftliche Leistung vollbracht", sagte Macht. Er überreichte zusammen mit Bundestagsabgeordneter Petra Ernstberger, die das Preisgeld spontan aus eigener Tasche noch einmal aufstockte, den Preis. Laudator Pfarrer Christof Schmidt wies darauf hin, dass in Europa 22 Prozent aller Menschen in irgendeiner Form ehrenamtlich tätig seien. Ohne ehrenamtliches Engagement wäre es schlecht bestellt um unsere Gesellschaft. So gebe es in Marktredwitz immerhin über 100 Vereine, die vom Ehrenamt lebten. Wollte der Staat all diese Leistungen übernehmen, wäre er finanziell überfordert. Gerade in einer Zeit, in der es immer mehr um Geld gehe als um die Ehre, hätten sich die 20 Burschen verdient gemacht. "Was ihr gemacht habt, finde ich super." Im Namen der Burschen bedankte sich Tobias Tegelmann für die Auszeichnung. Die Arbeit habe sich gelohnt, sagte er. Noch nie zuvor habe es bei der Kirwa so viele Besucher gegeben wie das letzte Mal in der Halle.

Quelle: Frankenpost, Herbert Scharf
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Murtaza Karakus E-mail: murtl(at)gmx.de
 
 

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